ADH Müschede

Arbeitskreis für Dorfgeschichte und Heimatpflege

Ortsringkalender 2019

Das Müscheder Blatt Nr. 57

voraussichtlich mit den Themen:

Die Kuh des kleinen Mannes
aus Originalakten des Müscheder Ziegenzuchtvereins von 1944 – 1953

Vereinbarung über die Flößung der Wiesen im Müscheder Orenohl
durch den Wennigloher Bach

Erinnerung an den unabhängigen Seniorenkreis
gegründet vor 34 Jahren

Erinnerungen an Hans-Peter Breuer,
Sohn von Elsbeth Breuer geb. Hoffmann aus Müschede, Künstler, Schriftsteller und Poet, Dramaturg am Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart, gestorben am 22.6.2018
Das Lied von der Röhrtalbahn ( die er als Ferienkind in Müschede erlebte)

Sonderzug der Röhrtalbahn im Bereich des Müscheder Sportheims im Jahr 1984, Foto: Josef Keilig, Müschede

Bau des Lehrerhauses in Müschede,
scherzhaft genannt: „Weißer Rabe“ im Gegensatz zum„Schwarzen Raben“, dem Mietshaus der Hüttenwerke oder auch Lehrerkaserne.
Nach Aufzeichnungen von Lehrer Fritz Fabri

Müscheder Lyrik
– Die Hochzeit von Theodor Steinbach
– Mondnacht von Pfarrer Dr. Caspar Willeke
– Hubertus von Lehrer Johannes Schwittmann

Müscheder Mundart
– Erklärung des Müscheder Ausdrucks „Akeldrucht“ u.a.
– Redensarten z.B.:
Twäi Uilekes het iärk säo laif ärre twäi Nachtigällekes
Zwei kleine Eulen haben sich so lieb wie zwei kleine Nachtigallen.
Ganz gleich, welches Lebewesen – die Liebe und die Zuneigung ist bei allen gleich.

 

 

 

Das Müscheder Blatt Nr. 56

in Vorbereitung mit den Themen:

Veränderung der Besitzverhältnisse im 19. Jahrhundert,
– Markenteilung: Aufteilung der Waldmark
– Separation: Aufteilung der Feldmark
– Melioration: Aufteilung der Flusstalauen
die Kreisboniteure (= Schätzer / Gutachter) Franz Wiesehoff (1841-1923)
und sein Sohn Franz (1875-1945)

Aus alten Müscheder Hochzeitszeitungen
Erinnerungen an eine lustige Tradition

Der letzte Zeuge, ein Kirschbaum, ist gestorben.
Eines der ältesten geheimnisvollsten Müscheder Güter war der Kerssebom (=Kirsch- baum).

Der abgestorbene Kirschbaum am Weg nach Herdringen. Im Hintergrund fließt die Röhr.

Bei dem Versuch, die Lage des Gutes zu lokalisieren, sind wir fast haargenau an der be- rechneten Stelle auf einen alten Kirschbaum gestoßen (s. Müscheder Chronik von 1989, Seite 65).

Ortsgeschichtliche Daten
von 1941 – 1964

1962, das kleine Fachwerkhaus neben dem Haus Gierse, Ecke Hohlweg / Krakeloh, ursprünglich wohl ein Leibzuchthaus (= Altenteil), wird abgerissen.

Müscheder Lyrik
Sehnsucht nach Westfalen / Drei Blümchen

Müscheder Mundart
Plattdeutsche Müscheder Mundart: Beispiele aus den Aufzeichnungen des Müscheder Sprachwissenschaftlers Dr. Felix Wortmann
Redensarten
Ein Müscheder Abendgebet in heimischer Mundart aus der Zeit um 1800

Der Müscheder Voß-Hof
in neuem Glanz

Das Müscheder Blatt Nr. 55

Das aktuelle Müscheder Blatt Nr. 55 enthält die Beiträge:

Die ersten Posteinrichtungen in Müschede
Im Jahr 1878 am 1. November wird in Müschede eine Posthaltestelle eingerichtet. Vier Jahre später  wird die erste personell besetzte Posteinrichtung in Müschede im Hause Rettler eröffnet …

Aus dem Heimatbuch der Schülerin Luzia Blöink 1938
– Erklärung des Dorfnamens
– Die Umgebung
– Die Bodenart
– Die Industrie in Müschede
– Das Kriegerehrenmal
– Die Hubertuskirche
– Die Schule und die 21 Lehrpersonen bis 1937
– Genealogische Anmerkungen zu ihrer Familie

Ordensschwester Edith – Magdalene Fricke starb nach langer Krankheit

Müschede am Tag nach „Friederike“

Müscheder Caritas-Konferenz auf den Spuren der Müscheder Geschichte

Am Donnerstag, dem 21. Juni, trafen sich Mitglieder der Müscheder Caritas-Konferenz mit Ortsheimatpfleger Hubert Michel zu einem ortsgeschichtlichen Dorfrundgang.

Die erste Station war der vermutete Wohnplatz der Familie von Muche, die bereits 1179 urkundlich erwähnt wird und der Müschede seinen Namen verdankt: (Muche – Musche – Müschede). Hubert Michel erläuterte die historische Siedlungsstruktur Müschedes mit der kreisförmigen Anordnung der ältesten Müscheder Höfe und dem Anwesen der Familie von Muche an dem „nie versiegenden“ Dorfbrunnen an der uralten Wegeverbindung zwischen Lennetal und Ruhrtal.

Mitglieder der Müscheder Caritas-Konferenz mit Ortsheimatpfleger Hubert Michel nach dem ortsgeschichtlichen Dorfrundgang

Auf dem Weg ins Unterdorf konnte die Gruppe einiges über die Geschichte des Hohlwegs erfahren, dessen stark ansteigende Abschnitte im 19. Jahrhundert abgetragen und begradigt wurden. Der Bodenaushub wurde für den Bau des Hammergrabens verwendet, dessen Dämme zur Steigerung der Wasserkraft mehrmals erhöht wurden. Franz Känzler, Sensenschmied auf dem Müscheder „Hammer“, geboren 1904, gestorben 1992, konnte sich an ältere Arbeitskollegen erinnern, die diese Maßnahmen noch erlebt hatten und gerne darüber redeten.

An der nächsten Station wurde erinnert an das im Jahr 1933 auf der Ümcke hinter dem Haus Vollmer erbaute Freibad. Für die Müscheder Jungfrauenkongregation war der Besuch des Bades eine moralische Herausforderung, die letztlich zur Verweigerung des Freibadbesuches führte. Der zu geringe Wasserzulauf des Ümckebaches und die Verschlammung des Wasserbeckens nach Regengüssen führten schon bald zur Aufgabe des Bades. Erwähnt wurde auch der Müscheder Bademeister, der ebenso wie die meisten Besucher nicht schwimmen konnte.

Die Hofgeschichten der größeren im Unterdorf gelegenen bäuerlichen Anwesen: Lemenkühler, Stute, Weber, Michel, Hörster und Voss konnten nur kurz gestreift werden. Besonderes Interesse fand dabei der Vosshof, dessen wirtschaftliche Situation sich im Jahr 1899 zuspitzte, so dass Wilhelm Voss seinen gesamten Besitz verkaufen musste. Die Familie wanderte nach Amerika aus.

Die beginnende Industriealisierung, die im Jahr 1835 mit dem Bau der Piepenstockschen Fabrik, heute Sophienhammer, begann, konnte ebenfalls nur kurz erwähnt werden.

Zum Abschluss des Dorfrundgangs traf sich die Runde zu einem kleinen Imbiss im Pfarrheim. Barbara Reichenbruch, Vorsitzende der Müscheder Caritas-Konferenz, bedankte sich bei allen für die Teilnahme an dem Ortsrundgang und bei Ortsheimatpfleger Hubert Michel für die interessanten Ausführungen zur Müscheder Ortsgeschichte.