Bis 1445 heißt Müschede immer nur Muche (oder ähnlich); nur in zwei Urkunden kommt die Form Müschede vor: in einer gefälschten oder verfälschten Urkunde von 1264 und in der Lehnsrolle des Grafen Wilhelm von Arnsberg von 1313 (Seibertz UB Nr. 556, S. 122), die aber im Original nicht erhalten ist und in die sich beim Abschreiben wohl die moderne Form Muschede eingeschlichen hat.

Die ersten urkundlich einwandfrei gesicherten Vorkommen des Namens Müschede in der Form Muschede finden sich im Toversichtsbrief für die Stadt Soest aus dem Jahre 1480 und im Müscheder Mastregister von 1484. Seit 1480 kommt die Namensform Musche (oder ähnlich) nicht mehr vor. Die neue Namensform Müschede (oder ähnlich) ist natürlich nicht so plötzlich aufgekommen, wie es nach den Urkunden erscheinen könnte, aber die Gründe für die Umformung des Namens kennen wir nicht.

Die heutige Schreibweise Müschede kommt zum ersten Mal in einer Akte von 1596/97 vor (StAM, Herzogtum Westfalen, Landesarchiv VI Nr. 17).