Ortsgeschichte

ADH-Müschede


 


Müschede - ein ehemaliger Wallfahrtsort


 

 

 

Heute vor 279 Jahren, am 14. März 1733, erteilte der Kölner Erzbischof Clemens August für die Müscheder Hubertuskapelle und die Kapelle Rodentelgen einen Ablass.

Es wird erwähnt, dass während des gesamten Jahres, besonders aber am Hubertusfest, viele andächtige Menschen nicht nur aus der unmittelbaren Umgebung, sondern auch aus entfernteren Orten die Hubertuskapelle besuchen, einmal um Schutz vor den Bissen tollwütiger Hunde zu erflehen, dann aber auch, um Buße zu üben.

Der Ablass ist ein weiterer Beleg für die Bedeutung der Müscheder St. Hubertuskapelle als Wallfahrtsort im frühen 18. Jahrhundert. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Guss der in Hettstedt befindlichen Müscheder Hubertus-Glocke im Jahre 1750 in diesen geschichtlichen Zusammenhang gehört.
Mit ihrer eindeutigen Inschrift ist sie, unabhängig von ihrem heutigen Standort und der derzeitigen Einschätzung ihrer Bedeutung im kirchlichen Bereich, eines der ältesten und damit wertvollsten Zeugnisse Müscheder Geschichte.


Der Hubertusschlüssel: Instruktion des Gebrauchs
Tollwut im Hönnetal: Bittprozession zur Müscheder Hubertus-Kapelle
Der Müscheder Hubertusschlüssel: Die letzten, sicheren Erwähnungen
Das Hubertusfest: Müschede bei Arnsberg 1926
Die Hubertusglocke von 1750: 1988 Besuch in Hettstedt
Vergessene Wallfahrtsorte: 2010 Ausstellung in Oelinghausen


 
  Textauszug:
„ ... Seitens des Pastors der Pfarrkirche von St. Petri und Pauli in Hüsten, gelegen in seiner Kölner Erzdiözese bei Arnsberg, sei ihm untertänigst vorgestellt worden, es gäbe in seiner Pfarrei lobenswerter Weise zwei Kapellen, die eine unter dem Patrozinium des Bischofs S. Hubert in Müschede bei Wicheln, die andere unter dem Patrozinium von S. Maria Magdalena in Rodentelgen.
Zu diesen gäbe es die gesamte Zeit des Jahres, besonders aber an den Festen von St. Hubert und St. Maria Magdalena ein großes Anströmen des eine große Andacht zeigenden Volkes, nicht nur aus der unmittelbaren Umgebung, sondern auch aus entfernteren Orten, einmal (um Schutz) vor den Bissen kranker Hunde (Tollwut), zu beten, damit ihnen das nicht danach schädlich sein solle, dann aber auch um Buße zu üben ..."

 

  Anfang | Aktuelles | Startseite