Ortsgeschichte ADH Müschede

 

Turm und Glocke der ehemaligen ev. Kirche in Müschede
Abbau und Wiederaufbau auf dem Müscheder Friedhof

Vorgeschichte

Die evangelische Kirchengemeinde hat ihre Martin-Luther-Kirche in Müschede aufgegeben. Inzwischen ist sie verkauft worden und wird demnächst Wohnzwecken dienen. Nach einer Vereinbarung mit der kath. Pfarrgemeinde in Müschede wird die ev. Kirchengemeinde das Müscheder Hubertushaus (kath. Pfarrheim) und die St.-Hubertus-Kirche bei Bedarf für ihre Gottesdienste nutzen können.

Mit den Bauarbeiten der Martin-Luther-Kirche wurde 1969 begonnen, am 21.10.1971 fand die Einweihung statt. Trotz dieser kurzen Geschichte bleibt ein Schmerz zurück, wenn man bedenkt, mit welcher Opferbereitschaft und Freude die evangelischen Gemeindemitglieder in Müschede sich jahrzehntelang für dieses Projekt eingesetzt haben.

Am Sonntag, dem 30. Mai 2010, wurde in der Martin-Luther-Kirche der letzte Gottesdienst gefeiert. Anschließend zog die ev. Kirchengemeinde mit ihren Gästen zur St.- Hubertus-Kirche, wo die Feier gemeinsam mit der kath. Kirchengemeinde fortgesetzt wurde. Im benachbarten Hubertushaus klang der Vormittag bei einer Tasse Kaffee aus.

Ein unverkennbares Wahrzeichen der Müscheder Martin-Luther-Kirche ist der freistehende Glockenstuhl, ein Gerüst aus Stahlfachwerk, in dem eine kleine Stahlglocke schwingt. Der Müscheder ADH (Arbeitskreis für Dorfentwicklung und Heimatpflege, Müschede) ist der Überzeugung, dass dieses Wahrzeichen als Erinnerung an die erste ev. Kirche in Müschede erhalten bleiben sollte. Von den Vertreter der ev. Kirchengemeinde wurde diese, von Bernd van de Sand initiierte Anregung des ADH dankbar begrüßt. Sie erklärten sich bereit, den Glockenstuhl mit Glocke kostenlos zur Verfügung zu stellen.


Neuer Standort

Als Standort bot sich nach Auffassung des ADH zunächst der an das kath. Pfarrheim (Hubertushaus) grenzende, kirchlich geprägte Bereich des Dorfplatzes an. Der Glockenstuhl hätte sich hier gut eingefügt, auch wegen der räumlichen Nähe zu dem zukünftigen Sakralraum der ev. Kirchengemeinde im Hubertushaus.

Der ADH informierte die Stadt Arnsberg als Grundstückseigentümer über das Vorhaben und bat Herrn Bürgermeister Vogel um Unterstützung. Herr Bürgermeister Vogel begrüßte die Absicht des ADH und sicherte seine Unterstützung zu.

In der Folge wurde über den Standort des Glockenstuhls in den Gremien der kath. Kirchengemeinde mehrfach diskutiert mit dem Ergebnis, als Standort sei der Müscheder Friedhof dem Dorfplatz vorzuziehen. Hintergrund dieser Vorstellung ist wohl auch die sich allmählich verändernde Bestattungskultur, die mittelfristig einen einfach gestalteten, überdachten Andachtsbereich auf dem Friedhof erfordert, in den der Turm mit Glocke integriert werden könnte.

Nachdem die ev. Kirchengemeinde diesem Vorschlag ebenfalls zustimmte, wurde der Müscheder Friedhof, als neuer Standort für den Glockenturm festgelegt. Die Umsetzungsarbeiten konnten im September 2011 i.W. abgeschlossen werden.

 
 
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