Ortsgeschichte ADH Müschede

 
.Chronologische Übersicht
 
       
1179   Luthfridus de Muche (Müschede) verzichtet auf ein Lehen, das er in Oelinghausen besitzt (StAM Kloster Oelinghausen Urk. 8). Es ist die älteste Nachricht über die Adelsfamilie de Muche.  
       
Zwischen 1218
und 1225
  Erzbischof Engelbert von Köln überträgt dem Kloster Scheda (westlich von Wickede) das Obereigentum an einem mansus (Hof) in Müschede, den der Ritter Ecbert von Herderinc (Herdringen) von der kölnischen Kirche zu Lehen und dem Kloster Scheda geschenkt hatte (R. Knipping, Die Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter, 3. Bd. 1 Hälfte, Seite 87). Die erste Erwähnung des Ortsnamen Müschede.  
       
1242   Erenbertus de Musche et Conradus frater suus (Erenbert de Musche und sein Bruder Conrad) sind Zeugen in einer Müscheder Markenangelegenheit (StAM Kloster Oelinghausen Urk. 63). Die erste ausführliche Erwähnung des Ortsnamen Müschede (Musche).  
       
1413   Jutte von Müschede (Mussche) wird als Tochter ihres ausgestorbenen Stammes erwähnt (STAM Kloster Oelinghausen, Urk. 550).  
       
1419   Die Jungfrau Jutte von Mörings (Morynchusen) gen. von Mussche erscheint vor dem Freistuhl zu Müschede (Mussche) in einer Schenkungsangelegenheit (STAM Kloster Oelinghausen, Urk. 567). Die einzige Erwähnung eines Freistuhls in Müschede.  
       
1424   Die vorgenannte Schenkung der inzwischen verstorbenen Jutten von Marinchusen wird bestätigt (STAM Kloster Oelinghausen, Urk. 585). Die Bestätigung des Todes der Jutte von Müschede, der letzten ihres Stammes.  
       
um 1450   Gründung der Müscheder St. Hubertus-Bruderschaft.  
       
1480   Im Toversichtsbrief für die Stadt Soest findet sich zum ersten Mal die erste urkundlich einwandfrei gesicherte Namensform "Müschede" in der Form "Muschede". Die heutige Schreibweise "Müschede" kommt zum ersten Mal in einer Akte von 1596/97 vor (StAM, Herzogtum Westfalen, Landesarchiv VI Nr. 17).  
       
1750   Die St. Hubertuskapelle zu Müschede bekommt eine neue Glocke -
es handelt sich um einen Umguss. Sie trägt die Aufschrift:
“Fridericus Schweys me fecit Monasterii soli DEO Gloria S: Huberte ora pro nobis fusa Ao. Jubilari 1750” (“Friedrich Schweys hat mich hergestellt in Münster, Gott allein die Ehre, hl. Hubertus, bitte für uns, gegossen im Jubeljahr 1750”). Die Glocke befindet sich heute in Hettstedt.
 
       
1826   Auflösung der St. Hubertusbruderschaft.  
       
1835   Hermann Dietrich Piepenstock aus Iserlohn gründet ein Hammerwerk und baut den bis heute erhaltenen Hammergraben.  
       
1850   Neugründung der St. Hubertusbruderschaft.  
       
1856   Ein neues Schulgebäude wird errichtet, das heutige Haus Fabri.  
       
1870   Carl Julius Cronenberg kauft den Piepenstockschen Hammer, der sich zu dem Zeitpunkt bereits im Besitz des Neuoeger Berg- und Hüttenwerks in Hohenlimburg befindet. Er baut in Müschede eine Sensenproduktion auf.  
       
1870-1871   Abbruch der uralten St. Hubertus-Kapelle und Neubau einer neuen St. Hubertus-Kapelle nach den Plänen des Diözesanbaumeister Arnold Güldenpfennig.  
       
1891/92   Das bis heute erhaltene Schulgebäude mit zwei Klassenräumen wird errichtet.  
       
1932   Neubau der heutigen St. Hubertus-Kirche nach den Plänen des Architekten Verfuß.  
       
1934   Konsekration der St. Hubertus-Kirche durch Erzbischof Caspar Klein.  
       
1964   Abbruch der 1871 erbauten St. Hubertus-Kapelle.  
       
 
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