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  Die frühen Siedlungsstrukturen Müschedes zeigen eine kreisförmige, regelhafte Anordnung der Höfe, wie sie für "Angerdörfer", "Rundlinge" oder "Haufendörfer" nachweisbar ist.

 
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Siedlungsstrukturen


Der Katasterplan von 1829 zeigt sehr deutlich die Besiedlungsstrukturen der vorindustriellen Zeit, bis in das erste Drittel des 19. Jahrhunderts.

Vergleicht man die dort dargestellten Hofstellen mit den frühen Schatzungslisten des 15. Jahrhunderts wird sichtbar, dass sich über Jahrhunderte hinweg die Bebauungsdichte nur unwesentlich verändert hat. Im landwirtschaftlich geprägten Untermüschede sind es die alten Höfe: Voß, Schütte, Weber, Michel, Stute und Müller. In Obermüschede die alten Höfe: Lentmann, Schulte, Theune, Sonntag, Rocholl, Peters, Schepers, Aßheuer und Brake. In diesem Ortsteil befindet sich außerdem die frühere Hofstelle der Adelsfamilie von Muche mit dem Müscheder Freistuhl, dem sog. Notbrunnen und die Hubertuskapelle. Im 19. Jahrhundert wurde hier die Müscheder Schule eingerichtet.

Verbunden werden die beiden Ortsteile durch die "Landstraße nach Hüsten", die nach dem Bau der heutigen B229 ihre Bedeutung verlor.

Frühere Siedlungsstrukturen lassen sich im oberen Müschede durch Kennzeichnung der älteren Hofplätze darstellen. Die Lage dieser Höfe zeigt eine kreisförmige, regelhafte Anordnung, wie sie für "Angerdörfer" oder "Haufendörfer" nachweisbar ist. Sichtbar wird außerdem die Sonderstellung des wohl ältesten und mächtigsten Müscheder Hofes der Adelsfamilie von Muche, die sich nach dem Ort nannte, in dem sie wohnte. Dieser "Hof unter der Linde" oder auch "Lindensort" genannt, bei dem mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Rechte des Müscheder Freistuhls lagen, liegt im Innern des Kreises, direkt an der wichtigen Wegeverbindung und an dem "Notbrunnen" des Dorfes.

Bis in die heutige Zeit hat sich die Besiedlung dieses Ortsteils konsequent weiter entwickelt. Angefangen mit der uralten Kapelle kam im 19. Jahrhundert die Schule hinzu. Es folgten zwei Kirchenbauten 1871 und 1932 mit Vikarie, eine Schützenhalle wurde errichtet, die Schule wurde um einige Klassenräume und um eine Turnhalle erweitert. Ein Lehrerhaus wurde gebaut, ein Feuerwehrhaus, ein Pfarrheim und etwas abseits ein Bankgebäude. Über Jahrhunderte hinweg ist es den Markgenossen gelungen, an dieser Stelle Grund und Boden für öffentliche Zwecke freizumachen; nur so konnte diese positive städtebauliche Entwicklung, wie wir sie heute in diesem Bereich Müschedes vorfinden, gelingen.

 
 
 
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