Zur Geschichte der Eule ADH Müschede



Eulenrufe


 
  Uhu | Uhu in Balzstimmung | Schleiereule | Steinkauz | Waldkauz
Ein Uhu im Kreuzgang des Doms zu Osnabrück. 
 
 
 


Die
Tetradrachme, eine Münze der Athener

Dieser wohl bekannteste und weit verbreitete Münztyp der griechischen Welt trägt auf der Rückseite einen rechteckigen Stempel, tief in den Schrötling eingeschlagen, so dass das Silber an den Rändern wulstförmig übersteht. In diesem vertieften Quadrat steht die Eule, den Kopf mit den großen kreisrunden Augen nach rechts, dem Betrachter frontal zugewandt. Hinter ihr ragt aus der linken oberen Ecke des Quadrats ein Lorbeerzweig mit zwei Blättern. Davor, direkt am Kopf der Eule, steht die schmale Sichel des aufgehenden Mondes. Im rechten unteren Zwickel liest man die Buchstaben AOE als Abkürzung für Münze der Athener.

Das Bild auf dieser Tetradrachme hat uralte Tradition. Die älteste archaische Version wurde wohl schon unter den Tyrannen Hippias und Hippiarchos, den Söhnen des Peisistratos, zu Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. eingeführt. Der Kopf der Athena (auf der Vorderseite) als Schutz- und Hauptgottheit der Stadt war mit dem ihr heiligen Tier, der Eule, Symbol der Weisheit, als Rückseite von Anfang an gekoppelt. Der Lorbeerzweig im oberen linken Blickfeld erinnert daran, dass Athena den Ölbaum für die Bürger der Stadt Athen als ihr göttliches Geschenk hat wachsen lassen.

Die weitverbreiteten Münzen hießen im Volksmund "Glaukes" (= Eulen), und "Eulen nach Athen tragen" wurde zu einem geflügelten Begriff. Auf der Höhe seiner Macht verbot Athen seinen Bundesgenossen die eigene Münzprägung. Nur Athen prägte die "Eulen", die in die gesamte Welt als Handelsmünze Eingang fanden aber dennoch oft imitiert wurden.


 
  Dieser beliebtesten Münze der antiken Welt hat die heutige griechische Regierung ein Denkmal gesetzt. Heute ziert die Eule der antiken Tetra- drachme die 1-Euro-Münze von Griechenland.
 

 
Anfang | Aktuelles