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ADH-Müschede


     
  Fröhliche Weihnachten
und ein glückliches
Neues Jahr
wünscht der
ADH
 
   
  Die heilige Geburtsstätte zu Bethlehem.
Druck u. Verlag von E. G. May in Frankfurt a. M.
Lithographie koloriert mit Applikationen, um 1870
 
     
     
  Dokumentation
der Müscheder Mundart
 
     
     
     
     
  Gedichte und Geschichten  
     
 
Seit 12 Jahren arbeitet der Müscheder ADH an dem Projekt Dokumentation der "Müscheder Mundart" mit Unterbrechungen durch die Erkrankung eines Mitarbeiters und durch den Tod von Wilhelm Böhmer.

Nach den Zusagen von Dr. Werner Beckmann, Sprachwissenschaftler und Leiter des Mundartarchivs Sauerland und von Wilhelm Böhmer als Müscheder Gewährsperson, uns bei der Arbeit zu begleiten, hatten wir den Mut, das Projekt zu beginnen.

Wir werden nicht vergessen, wie behutsam uns Wilhelm Böhmer in seiner bescheidenen und rücksichtsvollen Art an das für uns schwierige Thema herangeführt hat. Für ihn war es selbstverständlich, keinem von uns seine Überlegenheit fühlen zu lassen, so dass gleichberechtigte Zusammenarbeit in angenehmer Atmosphäre möglich wurde. Gemeinsam mit Josef Keilig, der zunächst den umfangreichen, im Müscheder Ortsarchiv aufbewahrten plattdeutschen Textbestand ordnete und digitalisierte, wurde von Wilhelm Böhmer die hochdeutsche Fassung hinzugefügt. 

 
  Ein Glücksfall für Müschede sind die Forschungen des Sprachwissenschaftlers Dr. Felix Wortmann, der die Müscheder Mundart noch als Muttersprache erlernt und gesprochen hat. Ein großer Teil seines wissenschaftlichen Nachlasses, soweit er sich auf Müschede bezieht, wird im Müscheder Ortsarchiv aufbewahrt und kann somit ausgewertet und berücksichtigt werden.
 
 
Anlässlich seines 70. Geburtstages wurde Dr. Felix Wortmann von der Kommission für Mundart- und Namenforschung Westfalens zur Würdigung seiner wissenschaftlichen Verdienste aus der Reihe "Niederdeutsche Beiträge" eine "Festschrift für Felix Wortmann zum 70. Geburtstag" überreicht. In diesem Band befindet sich - und das war das eigentliche Geschenk an Felix Wortmann - eine ausführliche Studie mit dem Titel: "Arnsberg Müschede: Zum Vokalsystem einer südwestfälischen Mundart" von den Sprachwissenschaftlern Hermann Niebaum, Hans Taubken (†) und Paul Teepe (†) .

Vorausgegangen waren umfangreiche Studien der Wissenschaftler in den Jahren 1974/75 in Müschede. Bereits damals beklagten sie, dass stetiger Zuzug aus dem Umland und andere Faktoren, die für den Rückgang der Mundart verantwortlich sind, zur verstärkten Aufgabe des heimischen Dialektes zugunsten einer überregionalen Umgangssprache geführt haben, "so dass es heute nicht leicht ist, Gewährspersonen ausfindig zu machen, die sich zutrauen, das alte Müscheder Platt noch gut zu sprechen" (FS Wortmann S. 129). Als Fußnote wird hier erwähnt: "An dieser Stelle sei den Herren Wilhelm Böhmer und Heinrich Schulte (Allhoff) für ihre Hilfe herzlich gedankt" (FS Wortmann S. 130).

Auf 46 Seiten wird dort die Müscheder Mundart analysiert und wie folgt definiert: "... Die Mundart von Müschede gehört zur südwestfälischen Dialektgruppe, die anhand einer Anzahl lexikalischer und morphologischer Charakteristika als eine relativ konservative Sprachlandschaft bezeichnet werden kann. ..." (FS Wortmann S. 129)

Diese Studie war für den ADH der erste Anstoß, eine Wörtersammlung der Müscheder Mundart anzulegen. Grundlage ist die Sammlung von Dr. Felix Wortmann.
 
     
     
     
     
  Sauerlandmuseum
zeichnet für neue Ausstellung die Fluchterfahrungen Elfriede Obergs auf.
 
  So ist es in der Westfälischen Rundschau
und in der Westfalenpost am
Mittwoch, 11. November 2015 zu lesen.
 
  Die Redaktion der "Müscheder Blätter" ist erfreut,
dass dem Sauerlandmuseum die letzte Ausgabe der
Müscheder Blätter
zur Kenntnis gelangt ist und es durch die
Arbeit des Müscheder ADH motiviert wurde,
das Thema aufzugreifen
. 
 
     
     
     
  Herbsttage!
Auf dem Weg von Reigern
über den Holdron zur
Thitmecke
 
     
 
Müschede Reigern Holdron
Müschede Reigern Holdron
 
  Unten: Wohnverhältnisse im kommenden Winter  
 
Müschede Winterquartier Müschede Winterquartier
 
  Unten: Ausgedient  
   
     
     
     
  Das neue Müscheder Blatt
erscheint im Dezember!
 
     
  1901: Müschede bekommt
eine Wasserleitung
 
  Müschede Quellstollen am Müssenberg  
  Schnitt durch den Stollen, der in das Felsgestein des Müssenbergs etwa
12 m bis zum Quellenursprung vorgetrieben wurde. In dem Sammelbrunnen der Quellfassung beginnt das 2260 m lange Zuleitungsrohr zu dem auf dem gegenüberliegenden Berg, jenseits des Versorgungsgebietes liegenden Hochbehälter.

 
 
Eine umfangreiche Akte über den Bau der Wasserleitung in Müschede, beginnend im Jahr 1901, veranlasst uns, das Thema erneut aufzugreifen. Wir verstehen den Beitrag als Ergänzung zu der Veröffentlichung "Müschede bekommt eine öffentliche Wasserversorgung" in der Ausgabe der Müscheder Blätter, 24. Folge.

Mit dem Bau und Betrieb der neuen Wasserversorgungsanlage stand die Gemeinde vor einer neuen, komplexen und verantwortungsvollen Aufgabe. Zur Bewältigung der regelmäßig wiederkehrenden Arbeiten und Aufgaben wurde eine Stelle „Rohrmeisters der Gemeinde-Wasserleitung zu Müschede“ eingerichtet. Am 23. Juli 1902 erklärte sich Theodor Gierse bereit, diese Aufgabe zu übernehmen.

 
  Müschede Quellstpllen am Müssenberg  
  Schnitt durch die Felsformation des Müssenberges und den ehemaligen Bachlauf, der hier noch entlang des Weges zum Müssenberg führte, dessen Wasser durch den heute noch sichtbaren Graben, der sogenannten Thitmecke, floss und in die Röhr mündete (Zustand: 1901).

 
 
Etwa gleichzeitig wurde auch für Haus Wicheln durch den Bau einer Widderanlage (Tuckhammer) die Wasserversorgung sichergestellt.

Die älteren Müscheder erinnern sich noch gerne an die alte Widderanlage, die im nord-östlichen Bereich des heutigen Wicheler Steinbruchs lag. Für die Kinder war es der sog. Tuckhammer, neben dem Löcketurm ein beliebtes Ziel für die sonntäglichen Spaziergänge. Manchmal traf man dort Karl Känzler an, der die Widderanlagen für Wicheln und Kapune pflegte und reparierte. Dann bestand die Möglichkeit, den Stollen zu besichtigen und die eigenartige Pumpe zu beobachten, wie sie tuckernd, ohne zusätzliche Energie, nur mit Wasser angetrieben, funktionierte.
 
     
   
  Die Höhenverhältnisse zwischen der Quellfassung, dem Hochbehälter
und dem Haus Wicheln
.

 
     
     
 

In dem Müscheder Blatt Nr. 48

Erinnerungen an die masurische Heimat
und die Flucht in den Westen

erinnern wir an das Ende des letzten Krieges vor 70 Jahren
und an den Verlust der deutschen Ostgebiete.


 
  masurische Heimat Elfriede Schulz  
  Elfriede Schulz im Alter von 17 Jahren mit ihrem Akkordeon im Fischerkahn auf dem hofeigenen See in Jürgen, Kreis Treuburg.  
 

Grundlage des Beitrages ist das autobiografische Werk: „Der Rucksack“
von Elfriede Oberg geb. Schulz aus Müschede, in dem sie ihre
Erinnerungen an die masurische Heimat, die Flucht und den Neubeginn im Westen in beeindruckender Weise festgehalten hat. Durch die Ehe
mit dem Müscheder Friedrich Oberg wurde Müschede zu ihrer neuen
Heimat. Hier, in ihrem Haus, wohnt sie mit ihrer Tochter Sigrid, ganz in
der Nähe der Wohnorte ihrer Kinder Friedhelm, Heidemarie und Rita.
Wir danken Elfriede Oberg für die Überlassung eines Exemplars ihrer Biographie, aus der wir die Erlebnisse ihrer bewegten Jugendjahre mit
ihrer freundlichen Genehmigung auszugsweise wiedergeben.


 

 

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