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ADH-Müschede


 


09.02.2013
Ein Bilderschatz ist nach Müschede zurückgekehrt

Vikar Bernhard Kaup, geb. am l6. Januar 1877 zu Brenken bei Büren, trat im Mai 1905 seinen Dienst in Müschede an. Im Jahr 1929 wurde er nach Natzungen versetzt. Dort starb er am 26. April 1959 im Alter von 82 Jahren.

Während des I. Weltkrieges unterhielt er über den "Boten der Heimat", der den "Kriegern" aus der Pfarrei Hüsten unentgeltlich zugestellt wurde, regen Kontakt mit den Müscheder Front-Soldaten.


 
  Müschede Bildschatz die Gefallenen des I.  Weltkrieges
Müschede Bildersammlung die Gefallenen des i. Weltkrieges

Er informierte über Ereignisse im Dorf, sammelte Fotos der gefallenen Soldaten, ganz unabhängig von ihrer Konfession, und legte über sie ein Album an, in das er auch die zahlreichen Kartengrüße, die ihn von der Front erreichten, einordnete.

Die Sammlung hatte am Ende des Krieges (1914-1918) einen Umfang von über 200 Ansichtskarten und Soldatenfotos. Seit dem letzten Krieg galt sie als verschollen und geriet in Vergessenheit
.

Dieses wertvolle, aber auch bedrückende Zeugnis unserer Dorfgeschichte ist nun wohlbehalten nach Müschede zurückgekommen.

Ein seit langem verstorbener Müscheder hatte das Album aufbewahrt. Wir bedanken uns bei seiner Familie für die Rückgabe und werden den Bilderschatz verantwortungsvoll dokumentieren und aufbewahren.


Nach der vorliegenden Einladung zur Einweihungsfeier des Kriegerehrenmals in Müschede am 22. Mai 1927 kehrten 34 Müscheder Soldaten aus dem I. Weltkrieg nicht zurück. Wir werden versuchen, die von Vikar Kaup begonnene, leider aber nicht vollendete Zuordnung der Bilder abzuschließen. Allerdings stellen wir fest, dass auf vielen Bildern der Namenseintrag fehlt, so dass nach fast 100 Jahren eine Identifikation der Personen schwierig ist.

 
 
 
 
14.02.2013
Beobachtungsbrunnen am Müscheder Stundenweg

Rollover-Bild

 

Nach Auskunft der Stadt Arnsberg dient die Bohrung am Stundenweg oberhalb des Sportplatzes der Einrichtung einer Grundwassermessstelle.

Aufgrund des gewählten Standorts kann diese Messstelle sowohl für die bestehende Steinbruch- Betriebsfläche, als auch für eine evtl. Erweiterung (Abbauphase IV) des Steinbruchs Habbel herangezogen werden.

Der Standort wurde zwischen dem Hochsauerlandkreis und dem Büro, das mit der Erstellung des hydrogeologischen Gutachtens für die beabsichtigte "Abbauphase IV" beauftragt ist, abgestimmt.
 
 

 


11.03.2013
Dokumentation der plattdeutschen Mundart von Müschede
Eines der umfangreichsten ADH-Projekte steht vor dem Abschluss

Seinem Namen entsprechend fühlt sich der ADH sowohl der aktuellen Entwicklung im Dorf als auch der Dokumentation und Pflege der Ortsgeschichte verpflichtet.

Letzterer Aufgabenbereich beinhaltet unsere plattdeutsche Mundart, das uns überlieferte Brauchtum sowie Lebensbedingungen und die sich daraus ergebenden Lebensformen in den hinter uns liegenden Jahrhunderten. Diesem Ziel soll das Sammeln mundartlicher Unterlagen, soweit sie sich auf Müschede beziehen und die spätere Herausgabe einer Dokumentation dieser Sammlung dienen.

 

 

Müscheder Mundart

Um sich ein Bild von den Lebensgewohnheiten unserer Vorfahren machen zu können und gleichzeitig einen Vergleich mit den heutigen, weitgehend unterschiedlichen Gegebenheiten und Lebensformen anzustellen, lässt es der ADH nicht bei der lexikalischen Sammlung bewenden. Zusätzlich sind einige Gedichte, eine Schilderung von damals jedermann bekannten "Originalen" sowie ein Kaleidoskop von Anekdoten und Episoden aus dem "Eulendorf" eingefügt.

Mögen diese uns bisweilen skurril, vielleicht sogar lächerlich vorkommen, so sind sie dennoch allemal aus der Zeit ihrer Abfassung heraus zu interpretieren, also ein Spiegelbild des Dorflebens und somit historisch gesehen keinesfalls uninteressant.
 


 
 
 


25.07.2013
Das neue Müscheder Blatt erscheint im August
Beiträge zur Heimatgeschichte, August 2013, 44. Folge

Aus dem Inhalt:

Möhnestaudamm: Die Nacht der Zerstörung vor 70 Jahren
Beschrieben werden die Spuren, die der Bau des Staudamms in der Müscheder Geschichte hinterlassen hat, vor allem aber wie Schwester Magdalena vom Neheimer Krankenhaus den Angriff auf die Staumauer erlebte.
In einem kürzlich aufgefundenen Brief von ihr an Brunhilde schildert Schwester Magdalena die Nacht des Angriffs in vielen bewegenden Details. Mit einem Foto wird an den Januar 1914 erinnert, als der Möhnesee mit einer dicken Eisschicht überzogen war. An einigen Tagen sollen damals bis zu 14.000 Besucher gezählt worden sein.

Wie kommt eine Geige von Müschede nach London
Berichtet wird von der Geige einer Müscheder Familie, die über mehrere Generationen kaum beachtet, schließlich aber das musikalische Interesse einer Tochter weckte. Diese erlernte das Handwerk des Geigenbaues. Über mehrere berufliche Stationen kam sie nach London und ist dort in ihrem Beruf tätig.

Ein Hagelschlag vor 240 Jahren
In einem Müscheder Anschreibebuch aus dem 18. Jh. wird über den Schaden berichtet, den der Hagelschlag am 23. Mai 1773 in Müschede hinterlassen hat.

Eigenwillig, aber schön
Ein kurzer Abriss der Geschichte des Glockenturmes der ehemaligen ev. Kirche in Müschede, der aus Altenhagen bei Bielefeld nach Müschede kam. Auf dem Müscheder Friedhof hat er einen neuen Standort gefunden. Die Glocke wurde 1906 beim Bochumer Verein gegossen.

Erinnerungen an Müschede
- Im Reim den Krakeloh hinauf
- Schulferien in Müschede
Hans Peter Breuer, bis 1998 Dramaturg beim Süddeutschen Rundfunk, verlebte einen Teil seiner Kindheit bei seinen Großeltern Ferdinand und Elisabeth Hoffmann in Müschede.
Hier eine Kostprobe seiner Erinnerungen:

 
 

Opa stand da in Anzug und Weste
und zapfte Dunkel und Hell für die Gäste.
Auch öffnete er mit dem Seitengewehr
die Bratheringsdose zu deren Verzehr.
Ja, ein Mordinstrument zu dem zu benutzen
ist schöner, als damit dem Feinde zu trutzen,
mit diesem blitzenden eisernen Stecken
Franzosen vor Reims und Verdun zu erschrecken.
Ach, wenn doch alle mit Bajonetten
nur Bratheringsdosen geöffnet hätten,
dann wären uns damals - hüben wie drüben –
viel blutige Wunden erspart geblieben.
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05.10.2013
Vor 35 Jahren: Müschede beteiligte sich an dem Kreiswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden"

 
Bei 155 Teilnehmern belegte Müschede den 23. Platz.

"Als Anerkennung für die erbrachte Leistung erhält die Ortschaft Müschede ein Geldgeschenk in Höhe von 250,00 DM. Der Betrag ist für die weitere Verschönerung des Dorfes zu verwenden."

Aus der Begründung: "Das Ortsbild von Müschede wirkt trotz der vorhandenen Industriebetriebe sehr ansprechend. Der Ort ist baulich abgerundet, die Durchgrünung akzeptabel. Im Bereich der neuen Siedlung ist die Eingrünung sehr gut gelungen; die Vor- und Wirtschaftsgärten sind hervorragend gepflegt.

Im Ort befinden sich konzentrierte Gemeinschaftseinrichtungen, die sich durchweg in einem guten
 
 

Pflegezustand befinden. Die Erhaltung und Pflege der für den Ortscharakter bedeutsamen Bausubstanz ist überwiegend ohne Mängel. Ein besonders gutes Beispiel ist der gepflegte Bauernhof Schulte-Weber.

Die Kommission empfiehlt, den Friedhof mit standortgerechten Bäumen (Laubhölzern) noch besser einzugrünen."

Meschede, im Dezember 1978

Füllgräbe, Landrat                                      Dr. Müllmann, Oberkreisdirektor


Zuletzt beteiligte sich Müschede 2008 an dem Dorfwettbewerb der Stadt Arnsberg "Unser Dorf hat Zukunft". Trotz intensiver Vorbereitung und der Realisierung zahlreicher Projekte zur Attraktivitätssteigerung des Ortes, wurde Müschede lediglich mit "4" bewertet.

 
 


Eine besinnliche Weihnachtszeit und
alles Gute im neuen Jahr
wünscht der ADH


Geburt Christi / Anbetung der hl. drei Könige.

Lithografie, koloriert mit Tinselmontierungen,
E. G. May in Frankfurt a. M., um 1865.
Die Bilderwelt des 19. Jahrhunderts.  mehr ...



 

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