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ADH-Müschede


 


25 Jahre
Müscheder Blätter


Da
s erste Müscheder Blatt erschien im Jahr 1987. Herausgeber war die Müscheder Kolpingsfamilie.

In dem Titelbeitrag "Ausblick auf die Müscheder Chronik" erläuterte Wilhelm Voss-Gerling den Inhalt der Müscheder Chronik, die im Jahr 1989 erschien.

Inzwischen liegt das 42. Müscheder Blatt vor.
Die Autoren Josef Dahme, Josef Keilig und Hubert Michel berichten in dieser Ausgabe über die Familie des Müscheder Lehrers Franz Mohr und seiner Ehefrau Sophia Stockebrand aus Hachen. Franz Mohr verstarb 1880 im Alter von 28 Jahren und seine Frau im Jahr darauf mit 27 Jahren in Müschede. Ihre beiden Söhne, Franz und Karl, wuchsen bei der Familie ihrer Mutter in Hachen auf.

Zur Redaktionsrunde gehören seit 1987 Josef Keilig,
Hubert Michel und Heinrich Schlinkmann. Nachdem der ADH die Herausgabe der Müscheder Blätter übernahm, kamen Hubertus Mantoan und Bernd van de Sand hinzu.

Die Müscheder Blätter erscheinen bis zu zweimal im Jahr in einer Auflage zwischen 200 und 500 Stück. Sie konnten bisher aus Spenden finanziert werden, die sich im Wesentlichen aus kleineren Beträgen zusammensetzen. Unverzichtbar sind allerdings auch die gelegentlich eingehenden größeren Einzelspenden.


Wir möchten uns bei allen bedanken,
die uns in der Vergangenheit durch
Geldspenden oder durch ihre Mitarbeit
unterstützt haben.



 
 
25.03.2012
25 Jahre Müscheder Blätter - Die Jubiläumsausgabe

 
 

Mit der Jubiläumsausgabe möchten wir uns bei allen bedanken, die uns in der Vergangenheit durch ihre Mitarbeit oder durch Spenden unterstützt haben.

Unter dem Titel "Müschede in Postkartenmotiven" werden 28 alte Ortsaufnahmen von Müschede gezeigt. Die Reihenfolge beginnt mit der wohl ältesten bisher bekannten Postkarte von Müschede. Sie wurde am 26. Juli 1898 in Müschede aufgegeben und ist adressiert an Fräulein Christine Mönnig, Salzkotten, nachgesandt nach Menden.


 
  Müschede 1898 Gruß aus Müschede.
Die frühe Datierung der Karte wird durch die Darstellung des Hauses Rettler vor dem Brand im Jahr 1902 bestätigt. Der gut zu erkennende Gartenpavillon auf dem Gelände des Sophienhammers wurde erst nach dem II. Weltkrieg beseitigt. Verlag v. Ed. Ruppert Hüsten a. / Ruhr. Reincke & Rubin Magdeburg, Nr. 1547, Farb-Lithografie.


Rollover-Bild  
  Die Ansichtskartensammlung befindet sich als Leihgabe im Müscheder Ortsarchiv. Fast alle Motive der ausgewählten Karten wurden von den westlich gelegenen
Bergen Müschedes aufgenommen. Zur zeitlichen Einordnung der Karten sind die Entstehungsdaten der zu erkennenden Gebäudegruppen geeignet, die mit angegeben werden. Die Ausgabe erscheint voraussichtlich im Mai 2012.


 
 
 
17.02.2012
Erinnerung an den in Müschede geborenen Pfarrer und Schriftsteller Theodor Steinbach

 
  Im Jahr 1910 erschien im Verlag der Bonifacius-Druckerei in Paderborn der Gedicht-Band "Westfälische Sagen und andere Gedichte erzählenden Inhaltes." von Theodor Steinbach. Er war ein Sohn des Müscheder Lehrers und Volksdichters Anton Steinbach, der uns die Geschichten über den "Alten vom Müssenberge" hinterlassen hat. Einer der 61 Beiträge in dem Steinbach-Bändchen ist die Ballade "Die lederne Brücke zu Arnsberg". mehr ...
 
 


Die lederne Brücke zu Arnsberg in einer Computermontage, wie sie sich Jochem Ottersbach aus Arnsberg vorstellt.

 
 


In 41 Strophen beschreibt Steinbach ein "Zechgelage" anlässlich der Verlobung des Arnsberger Grafen auf der Rüdenburg und der Belagerung der Burg durch den Voss von Müschede, da dessen Liebeswerben von der Braut des Grafen verschmäht worden war. Als nun die Eroberung der Burg bevorstand und eine Flucht des Grafen unmöglich erschien, hörte man seltsame Geräusche:

   

Er hört ein Rollen, dann Schlag auf Schlag,
Es knattert und raschelt und zimmert und hämmert.
Ganz leise, ganz leise, bis daß der Tag
Sanft über der Ruhr und den Bergen dämmert.

Was sieht er? Es schwebt durch die helle Luft
Eine Brücke aus Leder vom Turm zu Turme.
Sie schwindelt über die gähnende Kluft,
Sie schaukelt im wilden Morgensturme.


Der Graf mit seiner Braut und seinen Mannen sind gerettet. Über die lederne Brücke erreichen sie das jenseits der Ruhr liegende sichere Schloss.

 

 
 


14.03.2012
Müschede - ein ehemaliger Wallfahrtsort

 

 

 

Heute vor 279 Jahren, am 14. März 1733, erteilte der Kölner Erzbischof Clemens August für die Müscheder Hubertuskapelle und die Kapelle Rodentelgen einen Ablass.

Es wird erwähnt, dass während des gesamten Jahres, besonders aber am Hubertusfest, viele andächtige Menschen nicht nur aus der unmittelbaren Umgebung, sondern auch aus entfernteren Orten die Hubertuskapelle besuchen, einmal um Schutz vor den Bissen tollwütiger Hunde zu erflehen, dann aber auch, um Buße zu üben.

Der Ablass ist ein weiterer Beleg für die Bedeutung der Müscheder St. Hubertuskapelle als Wallfahrtsort im frühen 18. Jahrhundert. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Guss der in Hettstedt befindlichen Müscheder Hubertus-Glocke im Jahre 1750 in diesen geschichtlichen Zusammenhang gehört.
Mit ihrer eindeutigen Inschrift ist sie, unabhängig von ihrem heutigen Standort und der derzeitigen Einschätzung ihrer Bedeutung im kirchlichen Bereich, eines der ältesten und damit wertvollsten Zeugnisse Müscheder Geschichte.


Der Hubertusschlüssel: Instruktion des Gebrauchs
Tollwut im Hönnetal: Bittprozession zur Müscheder Hubertus-Kapelle
Der Müscheder Hubertusschlüssel: Die letzten, sicheren Erwähnungen
Das Hubertusfest: Müschede bei Arnsberg 1926
Die Hubertusglocke von 1750: 1988 Besuch in Hettstedt
Vergessene Wallfahrtsorte: 2010 Ausstellung in Oelinghausen


 
  Textauszug:
„ ... Seitens des Pastors der Pfarrkirche von St. Petri und Pauli in Hüsten, gelegen in seiner Kölner Erzdiözese bei Arnsberg, sei ihm untertänigst vorgestellt worden, es gäbe in seiner Pfarrei lobenswerter Weise zwei Kapellen, die eine unter dem Patrozinium des Bischofs S. Hubert in Müschede bei Wicheln, die andere unter dem Patrozinium von S. Maria Magdalena in Rodentelgen.
Zu diesen gäbe es die gesamte Zeit des Jahres, besonders aber an den Festen von St. Hubert und St. Maria Magdalena ein großes Anströmen des eine große Andacht zeigenden Volkes, nicht nur aus der unmittelbaren Umgebung, sondern auch aus entfernteren Orten, einmal (um Schutz) vor den Bissen kranker Hunde (Tollwut), zu beten, damit ihnen das nicht danach schädlich sein solle, dann aber auch um Buße zu üben ..."

 
 


04.04.2012
Infotafel am Radfernweg R41 in Müschede wurde nach 5 Jahren erneuert

 
 

Die im Mai 2007 aufgestellte Infotafel wurde unter Berücksichtigung einiger Veränderungen und Korrekturen rechtzeitig zu Beginn der Fahrrad- und Wandersaison vom Müscheder ADH erneuert.
Sie enthält ein Panoramafoto und sechs Landschaftsaufnahmen mit zahlreichen Hinweisen sowie aktuelle und geschichtliche Informationen zu Müschede
.


Wir danken Karl Heinz Sowada, der die Infotafel bis zu seiner Erkrankung vorbildlich gepflegt hat. Foto: Josef Keilig, Müschede

Infotafel am Radfernweg R41 kommt im Frühling - Aktuelles 28.10.2006
Radfernweg R41 in Müschede erhält Infotafel - Aktuelles 04.05.2007

 
 
 
09.05.2012

Müscheder Eulenberg in seltenem Licht


 
  9. Mai 2012, 6:15 Uhr, Foto: H. Michel, Müschede
 
 
 
11.05.2012

Freude über den schönen Schädling - die ersten Maikäfer sind geschlüpft


 
  11. Mai 2012, Foto: H. Michel, Müschede Rollover-Bild
 
 
Müschede, Abendstimmung
22.06.2012
Abendstimmung - Müschede zwischen Tag und Traum

 
22. Juni 2012, 21:35 Uhr, Foto: H. Michel, Müschede

 
 


12.05.2012
Vor 140 Jahren wurde Anton Michel (Schäfersmann), Priester und Jesuit, Missionar in Brasilien, an der Universität Münster immatrikuliert.

 
  Anton Michel,  Müschede Priester Jesuit Missionar Brasilien

Anton Michel, Müschede

Anton Michel wurde 1851 in Müschede geboren. Ab 1872 studierte er an der Universität in Münster Philosophie und Theologie. Im Jahr 1876 wurde er zum Priester geweiht. Drei Jahre später trat er in den Jesuitenorden ein. 1885 ging er als Seelsorger in die Mission nach Brasilien. Er starb dort im Jahr 1915.
Oben: Die erhaltene, etwas angefressene Immatrikulationsurkunde der
Universität Münster vom 23. Oktober 1872


In einem der ersten Briefe aus Brasilien an seine Eltern in Müschede

berichtete er erschütternd über die harte, oft unmenschliche Kinderarbeit, die er in Brasilien erlebte. Er schreibt: "Ich durfte als Kind spielen, dafür danke ich Euch."  mehr ...

 
 
 


26.06.2012

Seit
1774 ziehen die Mucher Pilger über Drolshagen, Sundern-Hagen, Hachen, Müschede und Herdringen zur Gnadenmadonna nach Werl

 
  Eine verheerende Tierseuche im Jahr 1774 war der Anlass für die ersten Wallfahrt der Mucher zur Gnadenmadonna in Werl. Von ihr und von dem Salz der Werler Salinen als Heilmittel gegen die Seuche versprachen sie sich Hilfe in ihrer Not. Seitdem, nur durch Kriegszeiten unterbrochen, wandern die Mucher Pilger Jahr für Jahr zur Muttergottes nach Werl. Quelle: Liedheftchen der Pilger

Mucher Pilger auf dem Weg zu Muttergottes nach Werl.
Fotos: Kurt Nies, Much
 

 

Rollover-Bild  
Wallfahrt, Much-Werl über Müschede
 


In diesem Jahr, Samstag, 7. Juli, ziehen die etwa 145 Pilger(innen) gegen 9:00 Uhr vom Sorpedamm aus weiter zum "Fliegenberg", wie der Müscheder Müssenberg bei den Pilgern genannt wird, über Gut Habbel nach Herdringen, wo sie gegen 11:30 Uhr im "Hotel Dietzel" zum Mittagessen erwartet werden. Danach geht es in "Prozessionsordnung" weiter nach Werl.

Die Pilgerzahl ist trotz der beschwerlichen Strecke in den letzen Jahren stets gewachsen. Die Fußpilger bilden durch das gemeinsame Gebet und der Gewissheit, mit Gleichgesinnten unterwegs zu sein, eine starke Gemeinschaft. Jeder betet für seine Anliegen und die Anliegen aller, die nicht mitgehen können.


 
 
 
29.06.2012

Müscheder Heiligenhäuschen mit neuer Schiefereindeckung


Patrik und Daniel, Schieferdecker der Firma Herbst in Müschede, erneuern die Schieferdeckung des Heiligenhäuschens an der Kronenstraße, Ecke Krakeloh. mehr ...
 
  Foto: H. Michel, Müschede
 
 

Auch das Zeltdach des 1858 nach der Ruhrepidemie errichteten Heiligenhäuschens an der Rönkhauser Straße bekam eine neue Schieferdeckung.
mehr ...

 
  Foto: H. Michel, Müschede
 

 
 


24.07.2012
Gründung des ehemaligen Amtes Hüsten vor 175 Jahren

In einer Festveranstaltung am 15. September 2012 erinnern die befreundeten Schützenbruderschaften des ehemaligen Amtes Hüsten mit vielen geladenen Gästen in der Müscheder Schützenhalle an die Gründung des Amtes vor 175 Jahren.
Es bestand aus den Gemeinden: Bachum, Bruchhausen, Echthausen, Enkhausen, Estinghausen, Hachen, Herdringen, Hövel, Holzen, Hüsten, Langscheid, Müschede, Niedereimer, Stemel, Voßwinkel und Wennigloh.

Am 16. November 1974 fand die Feier des sich auflösenden Amtes Hüsten statt. Amtsdirektor Philipp Klippel, geboren 1910, der das Amt 1956 übernommen hatte, nahm seinen Abschied. Er verließ Hüsten und zog mit seiner Familie in seine frühere Mosel-Heimat bei Trier. Dort starb er hochangesehen im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Verkehrsunfalls.


Amtsdirektor Philipp Klippel in den ersten Jahren seiner Tätigkeit im Hüstener Amtshaus. Original: Ortsarchiv Müschede, (Veröffentlichung wurde genehmigt!).

 
Amtsdirektor Philipp Klippel
Amtshaus Hüsten

Das ehemalige Amtsgebäude in Hüsten, erbaut 1910, heute ein Verwaltungsgebäude der Stadt Arnsberg.
Postkarte Farb-Lithographie, Atelier Anton Hugenpoth, Neheim


Sitz der Amtsverwaltung von 1905 bis 1910, Hüsten, Mühlenberg 7.
Original: Privat



 
 
02.08.2012
Vor 75 Jahren bekam die neue Müscheder St. Hubertus-Kirche ihren Schutzpatron

Die Müscheder entschieden sich für den Entwurf des Mendener Künstlers Wilhelm Hausmann, obwohl er den heiligen Hubertus als Jäger ohne Hirsch dargestellt hatte. Der Hund an seiner Seite erinnert an die Wallfahrten zur Müscheder St. Hubertuskapelle und an das Brennen der Hunde gegen die Tollwut. Hausmann meißelte die Figur unter den Augen der Müscheder im Schützenhof aus Rüthener Sandstein. Am
31. Oktober 1937 wurde die stattliche Figur um 16.00 Uhr durch Vikar Holthaus eingegeweiht. Die Anwesenden sangen "Zu dir schick ich mein Gebet". Holthaus erläuterte kurz die Gestalt des Kirchenpatrons und begründete die Abweichung von den üblichen Hubertusdarstellungen.

Nach der Erweiterung und dem Umbau der Kirche in den 1950er Jahren fand der Müscheder Kirchenpatron einen neuen Platz. Aus der Nische in der Giebelspitze wurde er näher in das Blickfeld der Kirchenbesucher gerückt. Dort steht er bis heute, gut sichtbar auf einer Konsole in der Giebelwand und schaut auf seine Gemeinde.



 
  Franz Voß (†), Gastwirt des Müscheder Hubertushofes, 1937 neben dem Gipsmodel des hl. Hubertus, geschaffen von dem Mendener Künstler Wilhelm Hausmann (l). Original: Privat (mit freundl. Genehmigung)

St. Hubertus, Schutzpatron der katholischen Kirchengemeinde Müschede an seinem heutigen Standort (r).

 
  Müschede Franz Voss hl. Hubertus  Figur  Müschede, St. Hubertus

Wilhelm Hausmann wurde am 14. Juli 1906 in Menden geboren. Er starb dort nach einem bewegten Künstlerleben am 20. Oktober 1980. Viele Kunstwerke in seiner Heimatstadt zeugen von seiner Schaffenskraft: Die Kreuzstele in der Hl. Kreuz Kirche, der Brunnen am Alten Rathaus, der Brunnen vor der Berufsschule, die Sitzende vor der Sporthalle des Walram-Gymnasium, das Don Quichote Mosaik an der Erich Kästner Schule und die Bremer Stadtmusikanten in der Bonifatius Schule.

 
 
 


15.08.2012
Der romantische Hohlweg in Müschede -
die Natur hat ihn sich zurückgeholt


Nach den Erzählungen längst verstorbener Müscheder Sensenschmiede entstand der Hohlweg Mitte des 19. Jh. durch das Abschachten des Erdreichs für den Bau des Hammergrabens.

15. August 2012, Foto: H. Michel, Müschede

 
Müschede, Hohlweg
Müschede, Hohlweg

Der Hohlweg mit seitlichem Abwasser-Graben in den 1960er Jahren. Original: OAM


 
 



 
  30.08.2012
Der Müscheder Ziegenzuchtverein - ein Jubiläum vor 60 Jahren

Am Sonntag, den 9. November 1952, feierte der Müscheder Ziegenzuchtverein auf Rettlers Saal sein 50-jähriges Bestehen. 73 Vereinsmitglieder nebst Frauen hatten sich eingefunden. Der Unkostenbeitrag betrug 1,00 DM / Person; Gedecke waren mitzubringen. Albert Hoffmann lieferte 4 Platen Bienenstich, 3 Platenkuchen und 120 Berliner. Franz Rettler berechnete u.a. 3 Frühstückskörbe für die Jubilare; den Verzehr für die Musik und die Ehrengäste übernahm der Verein. Die vorliegenden Beitragslisten enden im Jahr 1953. Quelle: OAM
 

Josef Schmitz Müschede

Vorsitzender im Jubiläumsjahr war Josef Schmitz (1900-1962).
Original: privat (mit freundl. Genehmigung)
 
 


02.09.2012
Röhrtalbahn, ihre Bedeutung ist verblasst, die Blicke sind geblieben  mehr ...

 
Landschaft am Schienenweg - die Röhrbrücke bei Reigern! mehr ...
2. September 2012, Foto: H. Michel, Müschede
 
 

17.09.2012
Das Hüstener "Tierschaufest" vor 100 Jahren
Eine Veranstaltung des Landwirtschaftlichen Lokalvereins Hüsten am 16. September 1912

Das umfangreiche Fest-Programm wurde eingeleitet durch ein Konzert in der Festhalle. 8.30 Uhr Abmarsch zum Ausstellungsplatz, dort Prämierung des ausgestellten Viehs, Geflügels und der Garten-Erzeugnisse, sowie Besichtigung der ausgestellten landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte. 11.00 Uhr Vorführung der prämierten Tiere und Preisverteilung. 12.30 Uhr Festessen, anschließend Festpolonaise und Festball.
 


 

Für den reibungslosen Ablauf des Festes war der Vorstand unter dem Vorsitz von Graf Engelbert v. Fürstenberg, Schloss Herdringen, mit den Preisrichtern für Pferde, Rindvieh, Schweine, Ziegen, Geflügel und Gartenerzeugnisse zuständig. Außerdem wurde ein Festkomitee und ein Verlosungskomitee zusammengestellt.

Im Jahr zuvor musste das Fest wegen einer Maul- und Klauenseuche bei extremer Hitze unterbleiben. In dem "Festlied 1912" wird erwähnt, dass der Graf von Fürstenberg bereits 35 Jahre die Geschicke des Vereins führt und dass Herr Schulte-Üntrop bei der Gründung des Vereins vor 40 Jahren den Vorsitz übernahm.

Der Hüstener Lokalverein wurde nach Querelen im Landwirtschaftlichen Kreisverein im Jahr 1876 gegründet.


Quelle: Ortsarchiv Müschede (OAM), Festschrift zum Tierschaufest 1912.

 
 


08.10.2012
Die Müscheder Jungfrauen-Kongregation - Gründung
vor 95 Jahren


 

Müschede Jungfrauen -Kongregation

Initiator der Vereinsgründung im Jahr 1917 war Vikar Kaup, der im Jahr 1905 seinen Dienst in Müschede angetreten hatte.

Präfektin des Vereins wurde Lehrerin Ludwig und Schriftführerin Fräulein Menze. Von ihr stammen demnach auch die ersten Eintragungen in dem vorbildlich geführte Protokollbuch.

Es beginnt mit der Gründung des Vereins im Jahr 1917 und endet im Jahr 1947. Am Tage der Vereinsgründung ließen sich 109 Müschederinnen aufnehmen, bis 1947 waren es insgesamt 413.

(s. auch Müscheder Chronik von 1989, S. 171)

 
Links: Die Fahne der Jungfrauenkongregation mit Johanna Daute, Josefa Nolte und Klara Voß (v.l.).
Unten: Die Jungfrauenkongregation um 1931. Zu erkennen ist u.a. Vikar Holthaus, der 1931 nach Müschede kam. Original: OAM
Müschede Jungfrauen  Kongregation
 
 


04.11.2012
Blick auf den Müscheder Krakeloh am 2. Oktober 2012

 
Foto: Hubert Michel, Müschede
 
 


16.11.2011
ADH plant die Aufstellung eines Gedenksteins für den als einziger Müscheder im deutsch-französischen Krieg 1870/71 gefallenen Anton Hoffmann

 
   

Die genauen Verluste beider Seiten sind umstritten. Der deutsche Generalstab bezifferte die französischen Gefallenen mit 138.900 und die deutschen mit 49.380. Die Zahl der Verwundeten war ungefähr dreimal so hoch. Über die deutschen Opfer wurden leider nur unvollständige Listen mit namentlich bekannten Toten und Schwerverletzten veröffentlicht (Deutscher Volksbund Kriegsgräberfürsorge).

Unter ihnen ist Anton Hoffmann aus Müschede. Er wurde am 15. Juli 1845 als Sohn des Köhlers Johann Hoffmann und seiner Ehefrau Anna Maria Elisabeth geb. Tillmann-Synn in Müschede geboren. Nach den Hüstener Kirchenbüchern starb er am 29. Oktober 1870 "infolge einer schweren Verwundung bei dem Bombardement von Verdun - sechzehn Tage danach im Feldlazarett daselbst den Heldentod fürs Vaterland. Ein musterhafter Jüngling!"

Ergänzend zu den Gedenktafeln für die Gefallenen und Vermissten des I. und II. Weltkrieges soll der Gedenkstein im Bereich des Müscheder Ehrenmals aufgestellt werden.

 

Gedenktafel für die Gefallenen des Kreises Arnsberg im Krieg 1870/71, auf dem Arnsberger Friedhof. Anton Hoffman aus Müschede wird ebenfalls genannt.

 
 
 


20.11.2012
Müscheder Caritas-Konferenz traf sich zu einem geschichtlichen Dorfrundgang

 

Interessiert zeigten sich die Mitarbeiterinnen der Müscheder Caritas-Konferenz, als Hubert Michel, Ortsheimatpfleger und Vorsitzender des Arbeitskreises für Dorfentwicklung und Heimatpflege, durch den Ort führte. Ausgangspunkt war der Dorfplatz. Informationen über frühe Siedlungsstrukturen, den vermuteten Hof der Adelsfamilie von Muche, historische Wegeverbindungen und Gebäude, ihren besonderen Architekturmerkmalen und früheren Bewohnern, entlockten den Teilnehmern manches Erstaunen.

Der Dankeschön-Nachmittag des Vorstandes der Caritas-Konferenz für die engagierten Helferinnen, die sich still und unermüdlich für das Gemeinwohl im Ort einsetzen, endete am Ausgangspunkt des Rundgangs, wo Leckeres auf dem Grill wartete.  

Foto: Bärbel Reichenbruch, Müschede 
Müschede Vorstand der Caritaskonferenz

 

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