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  Sonderfahrt am Samstag,
13. Mai 2017 auf der Röhrtalbahn

von Dortmund über Neheim-Hüsten nach Sundern

 
   
 

Foto: Bernd van de Sand, Müschede

 
     
 

Die Arbeitsgemeinschaft Schienenverkehr Münsterland e.V. richtete am 13.05.2017 eine Sonderfahrt auf der Röhrtalbahn aus. Gegen 12.45 Uhr passierte der VT 628 die WEPA in Müschede. Auf dem Weg nach Sundern legte der Zug unterwegs mehrere Fotostopps ein.

In Müschede hielt der Zug in Höhe der Brücke „Schwarzer Raben“, am Sportplatz in Müschede und ein weiteres Mal zwischen Hachen und Müschede in Höhe der Kläranlage / Forsthaus Reigern. Zurück fuhr der Sonderzug von Sundern über Neheim-Hüsten nach Arnsberg – Jägerbrücke bevor es wieder nach Dortmund ging.

Am 09.07.2017 startet der VCD Hochsauerland eine Tour auf der Röhrtalbahn von Sundern nach Kassel.

 
     
     
     
     
     
  Der Mai ist gekommen.
 
     
  Die Aufnahmen entstanden am 11. Mai 2012 in Müschede.  
   
   
  Fotos: H. Michel              
     
     
     
     
  Müschede - ein seltener Blick  
   
  Foto: H. Michel          
     
     
     
     
   
     
 
Als die Mundart noch die alltägliche Sprache war, empfand man sie durchaus nicht als Erlebnis. Heute aber geht sie immer weiter zurück, und auch vielen Sauerländern ist die Mundart ihrer Vorfahren heute weitgehend unbekannt - Kinder und junge Leute verstehen sie nicht einmal mehr.

Wenn sich nun Menschen, die nicht über mundartliche Kenntnisse verfügen, mit Mundart in Schrift oder Ton auseinandersetzen, so wird dies für sie zum Erlebnis.

Die Mundart ist nicht einfach eine Variante der deutschen Standardsprache, obwohl in ihrem Namen das Wort „deutsch“ enthalten ist: niederdeutsch oder auch plattdeutsch. Es ist eine eigenständige Sprache mit eigenen Regeln, ja sogar mit einer eigenen Mentalität. Dem, der sich mit
Mundart befasst, tut sich eine andere Welt auf.
 
     
 
Unten: 2 der insges. 20 Bildseiten
der Müscheder Mundart im Bild
 
     
   
     
     
 

Im Rahmen der Forschungen für das Westfälische Wörterbuch hat Dr. Wortmann, eine umfangreiche Zettelsammlung mit plattdeutschen Stichwörtern und ergänzenden Angaben
wie grammatikalischen Bestimmungen und Anwendungsbeispielen, vor allem Sprichwörtern und Redensarten, zusammengestellt. Diese Zettelsammlung ist dem ADH Müschede von der Kommission für Mundart- und Namenforschung Münster in Ablichtung überlassen worden. Der ADH sagt dafür besonderen Dank.

Dr. Wortmann war ein begeisterter Wanderer. Mit Vorliebe erwanderte er seine sauerländische Heimat, ausgehend von seinem Elternhaus, in dem er, wenn es seine Zeit erlaubte, an Wochenenden Quartier bezog. Abends nach seiner Rückkehr versammelte er Müscheder um sich, die der örtlichen Mundart noch mächtig waren, um sich mit ihnen in
ihrer Mundart zu unterhalten. Zwei seiner wichtigsten Gewährsleute waren dabei Wilhelm Böhmer sen. und Heinrich Schulte-Allhoff. Heute wissen wir, dass der Inhalt seiner Zettelsammlung vor allem Ergebnis dieser zielgerichteten Gespräche ist und wie bereits erwähnt, in das Westfälische Wörterbuch mit entsprechender Ortskennzeichnung eingeflossen ist.

Diese Quelle ist die Grundlage für unser Buch „Erlebnis Mundart“. So ist gewährleistet, dass es sich in allen Fällen um reine, unverfälschte Müscheder Ortsmundart handelt – gewissermaßen um einen Grundwortschatz der Müscheder Mundart. Besonders
berücksichtigt sind Begriffe der Landwirtschaft, denn zur Jugendzeit Wortmanns war das Dorf noch vorwiegend landwirtschaftlich geprägt.

Bedingt durch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wuchs die Einwohnerzahl von Müschede beträchtlich. Das hatte zur Folge, dass die niederdeutsche Mundart vielen Einflüssen von fremden Dialekten und Sprachen ausgesetzt war und so in der reinen, unverfälschten Form zum Teil verloren ging. Im bäuerlichen
Leben konnte sie sich allerdings noch lange Zeit fast unverändert behaupten; daher ist
Dr. Wortmann auch einer der letzten Muttersprachler, die das Müscheder Platt noch weitgehend ohne fremde Einflüsse erlernt und bewahrt haben.

 
     
  Müscheder Mundart  
     
     
 
Felix Wortmann
Dr. Felix Wortmann
 
     
 

Dr. Felix Wortmann geb. 1905 in Müschede, gest. 1976 in Münster.

Die Vorfahren in Müschede! ...

 
   
     
     
 

Aufgrabungen im Bereich eines vermuteten Köhlerplatzes am Müssenbergweg

Holzkohlenreste im Boden sind auch nach
rd. 180 Jahren noch vorhanden.

 
     
   
     
     
     
     
  Blick auf den Müssenberg  
   
 
Foto: H. Michel        
 
     
     
  Von Reigern nach Müschede  
   
 
Foto: H. Michel                   
 
     
     
     

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     die WEPA in neuem Gewand  
          Foto: H. Michel