Aktuelles  2018
ADH-Startseite


       
 
     
  Die Müscheder Caritas-Konferenz
auf den Spuren der Müscheder Geschichte
 
  Am Donnerstag, dem 21. Juni, trafen sich Mitglieder der Müscheder Caritas-Konferenz mit Ortsheimatpfleger Hubert Michel zu einem ortsgeschichtlichen Dorfrundgang.   
 

Die erste Station war der vermutete Wohnplatz der Familie von Muche, die bereits 1179 urkundlich erwähnt wird und der Müschede seinen Namen verdankt: (Muche - Musche - Müschede). Hubert Michel erläuterte die historische Siedlungsstruktur Müschedes mit der kreisförmigen Anordnung der ältesten Müscheder Höfe und dem Anwesen der Familie von Muche an dem „nie versiegenden“ Dorfbrunnen an der uralten Wegeverbindung zwischen Lennetal und Ruhrtal.

 
   
 

Mitglieder der Müscheder Caritas-Konferenz mit Ortsheimatpfleger Hubert Michel nach dem ortsgeschichtlichen Dorfrundgang

 
 

Auf dem Weg ins Unterdorf konnte die Gruppe einiges über die Geschichte des Hohlwegs erfahren, dessen stark ansteigende Abschnitte im 19. Jahrhundert abgetragen und begradigt wurden. Der Bodenaushub wurde für den Bau des Hammergrabens verwendet, dessen Dämme zur Steigerung der Wasserkraft mehrmals erhöht wurden. Franz Känzler, Sensenschmied auf dem Müscheder "Hammer", geboren 1904, gestorben 1992, konnte sich an ältere Arbeitskollegen erinnern, die diese Maßnahmen noch erlebt hatten und gerne darüber redeten.

An der nächsten Station wurde erinnert an das im Jahr 1933 auf der Ümcke hinter dem Haus Vollmer erbaute Freibad. Für die Müscheder Jungfrauenkongregation war der Besuch des Bades eine moralische Herausforderung, die letztlich zur Verweigerung des Freibadbesuches führte. Der zu geringe Wasserzulauf des Ümckebaches und die Verschlammung des Wasserbeckens nach Regengüssen führten schon bald zur Aufgabe des Bades. Erwähnt wurde auch der Müscheder Bademeister, der ebenso wie die meisten Besucher nicht schwimmen konnte.

Die Hofgeschichten der größeren im Unterdorf gelegenen bäuerlichen Anwesen: Lemenkühler, Stute, Weber, Michel, Hörster und Voss konnten nur kurz gestreift werden. Besonderes Interesse fand dabei der Vosshof, dessen wirtschaftliche Situation sich im Jahr 1899 zuspitzte, so dass Wilhelm Voss seinen gesamten Besitz verkaufen musste. Die Familie wanderte nach Amerika aus.

Die beginnende Industriealisierung, die im Jahr 1835 mit dem Bau der Piepenstockschen Fabrik, heute Sophienhammer, begann, konnte ebenfalls nur kurz erwähnt werden.

Zum Abschluss des Dorfrundgangs traf sich die Runde zu einem kleinen Imbiss im Pfarrheim. Barbara Reichenbruch, Vorsitzende der Müscheder Caritas-Konferenz, bedankte sich bei allen für die Teilnahme an dem Ortsrundgang und bei Ortsheimatpfleger Hubert Michel für die interessanten Ausführungen zur Müscheder Ortsgeschichte.

 
     
     
     
     
     
     
 

In Vorbereitung

Das neue Müscheder Blatt

Beiträge zur Heimatgeschichte,
2018, 55. Folge

 
 

Die ersten Posteinrichtungen in Müschede

Aus dem Heimatbuch der Schülerin Luzia Blöink 1938

Ordensschwester Edith - Magdalene Fricke
starb nach langer Krankheit

Müschede am Tag nach dem Sturmtief "Friederike" (Fotos)

 
     
     
     
 

Anlässlich des hundertsten Todesjahres des Müscheder Lehrers und Schriftstellers Anton Steinbach hat der ADH beschlossen, einen Teil seiner Werke, beginnend mit den Sagen um den Alten vom Müssenberge, die heute kaum noch zugänglich sind, erneut zu veröffentlichen.

 
     
     
     
   
     
     
     
 

Aus dem Vorwort:

Wenn der Müssenberg im Nebel liegt, sagten die Müscheder in früherer Zeit: „Der Alte vom Müssenberg raucht seine Pfeife!“
Dieser Alte vom Müssenberge ist eine Sagengestalt, die, ähnlich wie der schlesische Rübezahl, den Bedrängten zu Hilfe kommt und die Bösen bestraft.

Um ihn ranken sich zahlreiche Sagen, die den Müschedern heute kaum noch bekannt sind. Hätte Anton Steinbach, geboren 1844, diese Erzählungen nicht gesammelt, aufgezeichnet und veröffentlicht, wären sie vielleicht völlig verloren gegangen. Der tiefere Sinn seiner Werke ist der Sieg des Guten über das Böse. Anton Steinbach, der Lehrer, hat insbesondere für Kinder und junge Leute geschrieben. Aber auch für Erwachsene lohnt es sich, ihn zu lesen, denn das, was aus seinen Werken hervorgeht, ist allgemeingültig und von zeitloser Aktualität.

Sein Stil zu erzählen mag ungewohnt sein, denn in der Zeit vor hundert Jahren bis heute hat sich die Sprache beträchtlich verändert. Darum sind auch hinsichtlich der Orthographie und der Stilistik vorsichtige Korrekturen vorgenommen worden: Die Orthographie wurde der heutigen Rechtschreibung angepasst, veraltete und vor allem kaum noch verständliche Formulierungen sind durch heute gebräuchliche Ausdrucksweisen ersetzt worden.


 
   
  Der Kornwucherer  
   
  Die Elle  
     
 

Der Umfang des Buches (Leimbindung / Broschur) beträgt 144 Seiten mit 20 Darstellungen, Format: ca. 15 x 21 cm.

Preis: 15,00 €, einschl. Versandkosten (innerhalb Deutschlands, unversichert), Bezahlung per Rechnung nach Lieferung.

Das Buch kann über den örtlichen Buchhandel oder über den
Shop dieser Webseite
bezogen werden.

 
 
     
   
     
     
     
     
 
 
  Müschede, ein seltener Blick  
     
   
  Foto: H. Michel          
     
     

Anfang | Startseite  
 

Rollover Bild   

Ein junges Uhu-Pärchen!
Foto: Hans-Detlev Kampf,
Osnabrück

(mit freundl. Genehmigung)
» Müschede, das Eulendorf
» Fotowettbewerb: Das schöne Müschede
» Siedlungsstrukturen -
Müschede ein Rundling
Röhrtalbahn: Landschaft
am Schienenweg
Brücke Reigern
Erinnerungen im Bild!
Steg Röhr Müschede
Müschede
ein Rundling
Müschede ein Rundling
Müscheder
Jünglingsverein von 1898
Müschede, Jünglingsverein 1898
mit Zuordnung der Namen.